Zentrum für ambulante Neuropsychologie und Verhaltenstherapie, Berlin - Dr. Sabine Heel - Prof. Dr. Claudia Wendel
Zentrum für ambulante
Neuropsychologie und Verhaltenstherapie

Dr. Sabine Heel
Prof. Dr. Claudia Wendel

Diagnostik & Therapie

Neuropsychologische Therapie hat sich als Therapieverfahren bei Verletzungen und Erkrankungen des Gehirns („organisch bedingte psychische Störungen”) mittlerweile etabliert und wurde vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wissenschaftliche Psychotherapiemethode für die Diagnosegruppe F0 anerkannt.

In der Wahl der diagnostischen und therapeutischen Interventionen orientieren wir uns stets am aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand und berücksichtigen insbesondere Evidenzstudien. Das Spektrum unserer klinisch-neuropsychologischer Interventionen beinhaltet restitutive, kompensatorische und integrative Verfahren. Trainings werden hochfrequent und –soweit wie möglich – von Ihnen auch zuhause durchgeführt.

Konkret bedeutet dies, dass wir

  • spezifische Trainings zur Funktionswiederherstellung und -verbesserung einsetzen (bspw. bei Beeinträchtigungen von Aufmerksamkeits- oder (Raum)Wahrnehmungsfunktionen, visuomotorischen Fähigkeiten, Prozessen der Zahlenverarbeitung und des Rechnens),
  • mit den betroffenen Personen individuelle Kompensationsstrategien erarbeiten, mit denen sie ihre Beeinträchtigungen besser ausgleichen können (insbesondere zur Verbesserung von Gedächtnisleistungen und Exekutivfunktionen), sowie
  • psychotherapeutische Interventionen zur psychischen Stabilisierung, zur Unterstützung der Krankheitsverarbeitung, zur Regulierung von Verhaltensstörungen (wie Impulsivität oder Antriebsstörungen) und zur Prävention psychischer Störungen durchführen.

Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung psychischer Störungen (hier vor allem von Angststörungen und Depressionen) in Folge von Hirnschädigungen ist hoch – mittels psychotherapeutischer Interventionen können diese in unserer Praxis wirksam behandelt werden. Kommen diese Interventionen bereits frühzeitig zum Einsatz, kann die Entwicklung oder Chronifizierung psychischer Störungen verhindert werden. Die psychotherapeutische Arbeit bezieht sich etwa auf den Aufbau sozialer Kompetenz, die Reduktion von Problemverhaltensweisen, die Erhöhung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, den Abbau von erlernter Hilflosigkeit sowie die Stabilisierung des Selbstwertes. Rehabilitationserfolge werden häufig durch Verunsicherung, Angst und Vermeidungsverhalten geschmälert  - gerade eine gezielte psychologische Begleitung ermöglicht die optimale Ausschöpfung des Rehabilitationspotentials.